Grundschule Otto Boye

Haldensleben Sachsen-Anhalt

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Gewaltpräventionstag 2018

Die Haldensleber Grundschule "Otto Boye" hat einen besonderen Aktionstag veranstaltet. Dabei drehte sich alles um Gewaltprävention.

 

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"Ob auf dem Hof, in der Sporthalle oder in verschiedenen Räumen: Überall herrscht am Donnerstag buntes Treiben. Die Stimmung ist fröhlich. Dabei geht es um ein ernstes Thema. „In der Freizeitbeschäftigung von Kindern und Jugendlichen hat es einen Wandel gegeben“, erklärt Schulsozialarbeiterin Ann-Katrin Wiesner.
Oft seien sie von Reizen überflutet. Dabei spiele nicht zuletzt die Vielfalt verfügbarer Medien eine Rolle. Gleichzeitig seien aber auch junge Menschen schon hohen Anforderungen und Erwartungen ausgesetzt. Nicht zuletzt sei die heutige Gesellschaft sehr materialistisch geprägt. Das alles könne zu Frust führen. „Verbale Grenzüberschreitungen, Mobbing, Ausgrenzung, Drohungen, Erpressungen oder körperlichen Gewaltanwendungen zerstören nicht nur die Grundlagen des Zusammenlebens und -lernens, sie stellen auch den Lernerfolg in Frage“, so Ann-Katrin Wiesner.
Gemeinschaftsgefühl stärken
An dieser Stelle setzte das Konzept des Aktionstages an. Er sollte den Jungen und Mädchen zeigen, wie sie ihre Freizeit sinnvoll gestalten können, wie man gemeinsam Erfolge erlebt. „Die Vielfalt der Lebenswege und der zu treffenden Entscheidungen hat zugenommen. Das kann einen überfordern und dazu führen, dass man die Ellenbogen ausfährt. Umso wichtiger ist es, Dinge miteinander zu tun und ein Gemeinschaftsgefühl zu erleben“, ergänzte Nico Hilger.
Der Breakdance-Weltmeister war für einen Tanz-Workshop mit den Dritt- und Viertklässlern zu Besuch an der Boye-Schule. Binnen weniger Minuten lernten die Jungen und Mädchen eine gemeinsame Choreographie. Vorher zeigt ihnen Nico Hilger zur Begrüßung ein paar Breakdance-Tricks. Daneben gab es viele weitere Kooperationspartner. Die ehemalige Lehrerin Inge Ulrich machte mit den Kindern Musik. Gleiches galt für die Band „E-Motion“ der Sekundarschule „Marie Gerike“. Das Hortteam beschäftigte sich mit dem Thema „Meine Gefühle“. Unter dem Motto „Kreativität als Schlüssel zum Glücklichsein“ lud Manuela Moritz zum Malen und Gestalten ein.
Sport und Beratung
BildDer Haldensleber Sportclub war gleich mit mehreren Mitgliedern vor Ort. Ralf Krause spielte mit den Kindern Fußball, während Stefan Kuske, Rene Hillmann und Michael Spindler zum Boxen einluden. Klaus-Dieter Würdig von der Polizei widmete sich dem Umgang mit dem Internet. Die Landeskirchliche Gemeinschaft Ohreland war mit Thomas Kamm und einer Station zum Thema „Stopp sagen“ vertreten.
Die pädagogische Mitarbeiterin der Boye-Schule Nicola Kutschmann baute mit den Kindern einen sogenannten „Fröbelturm“. Die einzelnen Klötze wurden dabei mit einem Haken transportiert, der an verschiedenen Seilen hing. Jedes Kind hielt das Ende eines Seils. Damit am Ende wirklich ein Klotz auf dem anderen stand, brauchte es viel Teamarbeit.
Ein ähnliches Angebot hatte der Sozialarbeiter Stefan Schott vom Verein Rückenwind im Gepäck. An seiner Station wurde von den verschiedenen Fäden ein Edding gehalten, mit dem die Kinder gemeinsam ein Bild zeichnen sollten. Außerdem stellten sie sich in einer Reihe auf und hielten dabei einen langen Schlauch. Der diente als Kugelbahn und die Murmel musste möglichst schnell hindurch sausen.
Immer für Projekte offen
Ann-Katrin Wiesner erklärte, dass es Gewaltpräventionstage in der Regel alle zwei Jahre an der Boye-Schule gibt. Doch auch in der Zwischenzeit soll es weiter gehen. „Das ist heute eine Art Begegnungstag. Die Vereine lernen die Schule kennen und umgekehrt. Es wäre toll, wenn daraus weitere Projekte entstehen“, so die Schulsozialarbeiterin.
Unterstützt wurde der Aktionstag durch den Europäischen Sozialfonds und das Land Sachsen-Anhalt."

 

Quelle: https://www.volksstimme.de/lokal/haldensleben/praeventionstag-kreativ-und-sportlich-gegen-frust
Text und Fotos von: Andre Ziegenmeyer / Volkstimme Haldensleben