Grundschule Otto Boye

Haldensleben Sachsen-Anhalt

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Projekt: Benjeshecke - Ein neues zu Hause für Tiere

Otto-Boye Schüler schaffen ein zu Hause für Tiere!

Am 26.01.18 trugen die dritten und vierten Klassen viele Äste und Zweige aus ihrem Schulgarten zum Naturlehrpfad in Haldensleben. Zwischen den Spielgeräten und dem Hundeplatz sollte eine Benjeshecke entstehen.
BildDer Stadthof Haldensleben freute sich über das Engagement der Schule, da der Schulleiter Ingo Vogler das Projekt Benjeshecke sofort mit seinen dritten und vierten Klassen in die Tat umsetzte.

Fast zwei Stunden trugen die Schüler und Schülerinnen die Gehölzschnitt-Abfälle vom Schulgarten bis zum Naturlehrpfad. „Besser, als Mathe“, so ein Schüler der Vierten.

So ein tolles zu Hause für die Tiere baut man nicht alle Tage. Wir sind gespannt, wen wir alles als Mieter im Frühling begrüßen dürfen.

Bildergalerie hier...


„Was ist eine Totholz- oder Benjeshecke?
Eine Benjes- oder Totholzhecke besteht aus locker aufgehäuften Ästen und Zweigen. Etabliert hat sich Ende der 80er Jahre der wesentlich ansprechendere Name Benjeshecke, der auf die Brüder Hermann und Heinrich Benjes zurück geht. Beide, als begeisterte Naturfreunde und Landschaftsgärtner bekannt, machten sich Gedanken über die sinnvolle Nutzung von Abfällen aus dem Gehölzschnitt. Das Ergebnis ihrer Überlegungen ist die aus Naturschutzsicht wertvolle lockere Anhäufung von Grünabfällen, die durch im Boden eingebrachte Pfosten befestigt wird und dadurch einen stabilen Wall bildet. Der dadurch entstehende Sichtschutz ist nicht nur kostengünstig, sondern entwickelt nach kurzer Zeit ein spannendes Eigenleben.

Diese Tiere leben in der Benjeshecke
Die angelegte Hecke bietet für zahlreiche Vogelarten wie beispielsweise Amsel, Zaunkönig und Rotkehlchen einen geschützten Bereich, den diese gerne als Nistmöglichkeit annehmen. Auch kleine Säuger wie Igel und Siebenschläfer sowie kleine Reptilien wie die Zauneidechse, Amphibien wie die Erdkröte oder Insekten wie Wildbienen beziehen die Benjeshecke gern und sorgen als Nützlinge für einen schädlingsfreien Garten.

Doch das Totholz bietet nicht nur Lebensraum, es bringt auch selbst wieder Leben hervor. Während das Holz langsam verrottet, sammeln sich durch Windanflug oder durch den Kot sich dort angesiedelter Tiere Pflanzensamen, die keimen und das lockere Gehölz durchdringen. So entsteht mit der Zeit aus dem lockeren Wall eine stabile, lebende Hecke. Durch das gezielte Einbringen von Pflanzen lässt sich nicht nur die Artenvielfalt erhöhen, die Hecke kann so auch optisch durch mit blühendem Mehrwert fürs Auge versehen werden.“

Quelle: https://www.mein-schoener-garten.de/benjeshecke-totholzhecke-13526