Grundschule Otto Boye

Haldensleben Sachsen-Anhalt

Umwelterziehung

 

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Es geht ein Mann durch das bunte Land, die Messkette hält er in der Hand.

Steht vor sich hin und sieht sich um „Hier ist ja alles schief und krumm!“

Er misst wohl hin und misst wohl her; „Hier geht ja alles kreuz und quer!“

Er blickt zum Bach im Tale hin; „Das Buschwerk dort hat keinen Sinn!“

Zum Teiche zeigt er mit der Hand; „Das gibt ein Stück Kartoffelland!“

Der Weg macht seinen Augen Pein; „Der muss fortan schnurgerade sein!“

Die Hecke dünket ihm ein Graus; „Die roden wir natürlich aus!“

Der Wildbirnbaum ist ihm zu krumm; „Den hauen wir als ersten um!“

Die Pappel scheint ihm ohne Zweck; „Die muss ja selbstverständlich weg!“

Und also wird mit vieler Kunst. Die Feldmark regelrecht verhunzt.

 

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Ziele

 

  •     Die Schüler sollen zur Achtung und zur Liebe der Natur erzogen werden.
  •     Sie begreifen, dass es bei allem technologischen Fortschritt nur ein Leben mit der Natur gibt, nicht gegen sie.
  •     Sie erkennen die Schönheit und Vielfalt ihrer Umgebung.
  •     Sie entdecken und begreifen Zusammenhänge in der Natur.
  •     Die Schüler erleben ihre Umwelt mit allen Sinnen.
  •     Die Kinder sollen für ihre Umwelt sensibilisiert werden und sich aktiv für ihren Erhalt einsetzen.
  •     Sie lernen Tiere und Pflanzen in verschiedenen Lebensräumen kennen und achten.
  •     Sie lernen die verschiedenen Kreisläufe der Natur kennen und begreifen.
  •     Sie lernen die Natur als Ruhe- und Kraftpfad kennen und zu nutzen.

 

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Methodische Umsetzung

 

  •     Die Umsetzung der Zielstellungen erfolgt schwerpunktmäßig im Sachunterricht, Ethik und im Schulgartenunterricht. Viele Naturthemen können aber auch sehr gut fächerübergreifend bearbeitet werden, wobei das entdeckende, selbstgesteuerte Lernen der Kinder im Vordergrund stehen sollte.
  •     Einige Themen werden in Form von Projekten und Werkstätten durchgeführt.
  •     Jährlich erfolgen die Waldjugendspiele gemeinsam mit dem Landesforstamt.
  •     Ideale Voraussetzungen für die Umsetzung der Zielstellungen bietet der 3000m² große naturnah gestaltete Schulgarten. Dies hier an einigen Beispielen verdeutlicht wird:

 

Kräutergarten

Im Kräutergarten befinden sich ca. 70 verschiedene Arten und die Kinder lernen, dass gegen viele Krankheiten ein Kraut gewachsen ist und Natur pur richtig toll schmecken kann. (Tee, Salat)

Wurmbecken

Anhand des Wurmbeckens mit den Tennessee Wigglern ( spezielle  Kompostwurmsorte) begreifen sie den Kreislauf der Natur und lernen das Recyclingsystem der Erde kennen

Naturteich

Am 8X12m großen Naturteich lernen die Kinder Pflanzen und Tiere im und am Gewässer kennen, können sie beobachten und ihre Entwicklung mitverfolgen (Frosch).

Fühlpfad/ Steinlabyrinth

Im Garten befindet sich ein 20m langer Fühlpfad und ein 15x15m großer Nachbau eines Steinlabyrinthes aus Chevenning(England). Sie dienen dazu, die Natur mit allen Sinnen kennen zulernen, die Natur als Ruhr- und Kraftpol zu erkennen und zu begreifen.

Insektenhotel

Die Schüler machen sich mit verschiedenen Insekten vertraut, beobachten ihre Entwicklung und erfahren etwas über die Nützlichkeit für den Garten.

Heckenpflanzen

Der Garten und auch viele Teilbereiche sind von Hecken aus einheimischen Laubsträuchern umgeben. Diese dienen als Lebensraum und Nistmöglichkeit für viele einheimische Vögel.

Weitere Dinge:

- Gemüsebeete – Naschbeete (Erdbeeren, Erbsen)

- Weidentipis

- Totholzhaufen

- Schautafeln

- Streuobstwiese (Apfel, Birne, Kirsche, Pfirsich, Pflaume)

Die Bearbeitung von Naturwerkstätten erfolgt ebenfalls im Garten. Sie werden zu folgenden Themen gestaltet:

- Schmetterlingswerkstatt

- Regenwurmwerkstatt

- Schneckenwerkstatt

 

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